gTOXXs Analyzer

Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)

Wien

Großgerät

Kurzbeschreibung

Der Nachweis von DNA-Strangbrüchen und Reparaturen basiert auf dem fortschreitenden Abwickeln der DNA unter stark kontrollierten Bedingungen (alkalischer pH-Wert, Zeit und Temperatur). „Offene Stellen“ der DNA sind die Ausgangspunkte für den Abwicklungsprozess. Sie treten natürlicherweise während Zellzyklusprozessen an Replikationsgabeln oder den Enden von Chromosomen auf. Zusätzlich können sie durch reaktive Sauerstoffspezies, Bestrahlung oder genotoxische Chemikalien induziert werden. Als Grundlage für den gTOXXs Analyzer wird der FADU-Assay verwendet, der auf einer sensitiven Fluoreszenzsonde basiert, die als Marker für den Verlust intakter doppelsträngiger DNA dient. (Eine Abnahme der Fluoreszenzintensität zeigt eine Zunahme der DNA-Abwicklung und folglich eine größere Anzahl von DNA-Strangbrüchen). Der gTOXXs Analyzer bietet eine Alternative zu Tierversuchen!

Ansprechperson

Irene Schaffner

Research Services

Bitte um Kontaktaufnahme per email unter bmca@boku.ac.at

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Der gTOXXs Analyzer beschleunigt die Risikobewertung von Testsubstanzen sowie die DNA-Reparaturkapazität in verschiedenen menschlichen Zelllinien mithilfe des AUREA-Assays (dem automatisierten FADU-Assay). Die Automatisierung der Erkennung von DNA-Strangbrüchen ermöglicht die zuverlässige Bestimmung des genotoxischen Potentials chemischer, nanopartikulärer oder biologischer Substanzen. Die Betriebszeit, Reproduzierbarkeit und Arbeitsablaufroutine des gTOXXs ist anderen etablierten Gentoxizitätstests wie dem COMET-Assay deutlich überlegen. DNA-Strangbrüche werden auch nach kurzzeitiger Exposition (≥ 10 min) gegenüber bekannten genotoxischen Verbindungen in geringen Konzentrationen zuverlässig nachgewiesen (Moreno-Villanueva et al., 2011). Die rasche Bewertung der genotoxischen Wirksamkeit verbessert die Produktsicherheitsprüfung in wissenschaftlichen und kommerziellen Großprojekten erheblich. Mit der Validierung des gTOXXs Analyzers für 3D-Hautmodelle werden völlig neue Anwendungen verfügbar.

Anwendungen:
• Erkennung von DNA-Schäden - Dose-response relationship
• DNA-Reparatur nach definierter Schadensinduktion
• DNA-Interstrand-Vernetzungen
• Oxidative DNA-Läsionen
• Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
• Individualisierte Krebstherapie (Chemotherapie und Strahlentherapie)
• Ageing

Zuordnung zur Core Facility

Biomolecular & Cellular Analysis (BmCA)

Irene Schaffner
Biomolecular & Cellular Analysis
+43 1 47654 77231
bmca@boku.ac.at
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