IOL-Simulator

Austrian Center for Medical Innovation and Technology (ACMIT Gmbh)

Wiener Neustadt | Website

Großgerät

Kurzbeschreibung

Der IOL-Simulator erlaubt die subjektive Bewertung von Intraokularlinsen (IOLs) durch Testpersonen, ohne dass die IOLs ins Auge der Testperson implantiert werden müssen. Mit Hilfe des IOL-Simulators können verschiedene IOL-Typen von ein und derselben Person verglichen werden. Dies ist mit Implantationsstudien nicht oder nur kaum möglich. Der direkte Vergleich durch eine einzelne Person, erhöht stark die statistische Aussagekraft von IOL-Vergleichsstudien. Des Weiteren können auch unsterile IOL Prototypen und riskante IOL Konzepte kostengünstig und ohne ethische Bedenken getestet werden, da eben nicht implantiert werden muss. Der Einsatzbereich des IOL-Simulators ist im Bereich der Entwicklung von IOLs zu sehen, und zur Beantwortung von grundsätzlichen Fragestellungen im Bereich des subjektiven Sehempfindens und neuronaler Bildverarbeitung und neuronaler Adaption.

Die Voraussetzungen für eine IOL-Vergleichsstudie mit dem IOL-Simulator sind:
• Die zu testenden IOLs müssen eine ausreichende Zeit vor der Studie vorhanden sein, um sie in ein „Augenmodell“ einzubauen.
• Eine genügende Anzahl an Probanden für eine signifikante Studienaussage sind notwendig.
• Die Probanden benötigen während der Studie eine (leichte) medikamentöse Behandlung, um das Akkommodationsverhalten (Einstellungsmöglichkeit auf Nahsehen) des Auges zu unterbinden.

Ansprechperson

Dipl. Ing. Kirsten Lux

Research Services

Durchführung von klinischen Studien
• zum subjektiven Vergleich von Intraokularlinsen.
• zum Test des (subjektiven) Sehverhaltens mit den zu testenden IOLs bei Dunkelheit/Nacht.
• zur subjektiven Charakterisierung des Defokusverhaltens (Nah- und Distanzsehen) von IOLs

Entwicklung von Studiendesigns für spezielle Fragenstellung im Bereich Intraokularlinsen, die sich nicht mehr durch Computersimulationen, Berechnungen oder mittels optischer Messtechnik beantworten lassen.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Vergleich und subjektive Bewertung von Intraokularlinsen (IOLs) durch Testpersonen ohne (IOL-)Implantation.
Visus- und Kontrastsensitivitätstests
Aufnahme von Defokuskurven
Subjektive Bewertung des 3D Seheindrucks (simultanes räumliches Sehen) unterschiedlicher multifokaler IOLs
Subjektive Tests der Tiefenschärfe unterschiedlicher mono- und multifokaler Intraokularlinsen
Durchführung klinischer Studien zum Vergleich von Intraokularlinsen mit dem Gerät
Tests zur subjektiven Präferenz von unterschiedlichen Intraokularlinsen in unterschiedlichen Sehsituationen
Gerät kann zur Charakterisierung von Halos adaptiert werden

Dipl. Ing. Kirsten Lux
+43 2622 22859 41
Kirsten.Lux@acmit.at
http://www.acmit.at

Dr. Wolfgang Brezna
+43 2622 22859 44
Wolfgang.Brezna@acmit.at
http://www.acmit.at
Nutzungsbedingungen auf Anfrage.
W. Brezna, K. Lux, N. Dragostinoff, C. Krutzler, N. Plank, R. Tobisch, A. Boltz, G. Garhöfer, R. Told, K. Witkowska, L. Schmetterer, “Psychophysical Vision Simulation of Diffractive Bifocal and Trifocal Intraocular Lenses”, Tranl. Vis. Sci. Technol., Vol. 5, No.5, Article 13, Oct. 2016