CD-Gerät JASCO inkl. Digitalpolarimeter

University of Innsbruck

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Short Description

Das CD Spektrometer wird zur Messung des Circulardichroismus, auch Zirkulardichroismus, kurz CD, eingesetzt. CD ist eine spezielle Eigenschaft optisch aktiver (chiraler) Moleküle. Es ist eine spezielle Form des Dichroismus, bei dem die beiden Enantiomeren eines chiralen Stoffes zirkular polarisiertes Licht unterschiedlich stark absorbieren. Alternativ kann man auch messen, wie stark ein Enantiomer eines chiralen Stoffes zwei Lichtstrahlen absorbiert, die sich nur in der Drehrichtung ihrer zirkularen Polarisation unterscheiden.
Circulardichroismus erlaubt die Strukturaufklärung optisch aktiver chiraler Moleküle mittels CD-Spektroskopie: die Absorptions-Differenz wird für Licht verschiedener Wellenlängen gemessen, und man erhält das gewünschte CD-Spektrum, das spiegelbildlich ausfallen sollte für die zwei Enantiomeren eines Moleküls bzw. für die zwei Drehrichtungen der zirkularen Polarisation.

Ein CD-Spektrum liefert Aufschluss über die Stereochemie der untersuchten chiralen Stoffe. In Kombination mit der optischen Rotationsdispersion und anderer chiroptischer Methoden wird durch CD-Spektren die Festlegung der absoluten Konfiguration von Molekülen ermöglicht.
Oft wird die Methode zur Untersuchung einfacher biologischer Substanzen wie Aminosäuren und Zuckern verwendet. Auch bei der Bestimmung der Sekundärstruktur komplexerer Substanzen, etwa der Helix- und Faltblatt-Strukturen von Peptiden und Nukleinsäuren, findet sie Anwendung. Hier sind jedoch oft die Röntgenstrukturanalyse und NMR-Spektroskopie weitaus besser zur Strukturaufklärung geeignet. Die Röntgenstrukturanalyse setzt dabei allerdings voraus, dass Einkristalle der zu untersuchenden Probe vorhanden sind.

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Prof. Hermann Stuppner

Research Services

Bei Interesse an einer Nutzung wenden Sie sich an Herrn Univ.-Prof. Dr. Hermann Stuppner.

Methods & Expertise for Research Infrastructure

Wirkstoffe und Substanzen aus biologischen Proben bzw. auch (partial)synthetische Verbindungen besitzen häufig komplexe chemische Strukturen mit mehreren Chiralitätszentren. Die Bestimmung der absoluten Konfiguration solcher Substanzen stellt WissenschaftlerInnen regelmäßig vor größere Probleme. Eine aktuelle Lösung stellt die Messung eines CD-Spektrums dar, welches in Folge nach empirischen Regeln ausgewertet werden kann bzw. zeitgemäßer mit theoretisch berechneten Spektren verglichen wird.
Neben dieser Anwendung kann die CD-Spektroskopie auch zur Bestimmung der Sekundärstruktur in Proteinen, zur Bestimmung von Proteindenaturierung und bei einer Erweiterung des Lichtspektrums auf Fluoreszenz auch zur Messung von Dissoziation / Assoziation von Proteinen verwendet werden.

Prof. Hermann Stuppner
Pharmazie/Pharmakognosie
+4351250758400
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Institut für Allgemeine, anorganische und theoretische Chemie, Universität Innsbruck
Institut für Biochemie, Universität Innsbruck
Institut für Organische Chemie, Universität Innsbruck
Institut für Pharmazie / Pharmazeutische Chemie, Universität Innsbruck