Sonnblick Observatorium

ZAMG - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Rauris, Kolm-Saigurn | Website

Core Facilities (CF)

Kurzbeschreibung

Das Sonnblick Observatorium befindet sich auf 3.106m Seehöhe und behandelt die Schwerpunkte Klimaforschung und Umweltforschung. Drei Ebenen mit rund 300m² stehen für Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen (Heizung, Seilbahnbergstation, Wohnbereiche, Büro) und für die Forschung (ca. 100m²) zur Verfügung. Dank der Energieversorgung über die 20 kV Leitung des Sonnblick Vereins können die hochsensiblen luftchemischen Messungen durchgeführt werden.

Das Observatorium ist zu Fuß über 1.600 Höhenmeter oder über eine Materialseilbahn mit beschränkt öffentlichem Personenverkehr erreichbar. Trinkwasser wird mit der Seilbahn antransportiert, Brauchwasser wird durch Regensammler bzw. über aktives Schneeschmelzen gewonnen. Die Kläranlage ist vollbiologisch.

Das Observatorium verfügt über eine eigene IT-Infrastruktur und ist nach außen hin nach letztem Stand der Technik vernetzt, WLan ist verfügbar. Sämtliche Messdaten werden über eine Datenbank verwaltet und gehen direkt zu den Projektanten (Universitäten, UBA etc.). Ein Intranet regelt Zusammenarbeit und Kommunikation. Nach außen hin existiert ein zentraler Webeauftritt. Intern gibt es ein umfangreiches Datenmonitoring und Qaulitätsmanagement. Das Sonnblick Observatorium dient als Forschungsplatform und wird verstärkt von Universitäten und der ZAMG für Forschungszwecke verwendet.

Ansprechperson

Dr. Elke Ludewig

Research Services

Das Hochgebirgsobservatorium am Sonnblick in 3.106 m bietet den Rahmen für Forschungen im Bereich der Atmosphäre, Kryosphäre, Biosphäre, Klimatologie, Luftchemie und Umwelt, wie auch für Spezialfragen der Physik bis hin zur Astronomie. Das Besondere ist der ungestörte Standort frei von Umwelteinflüssen, die permanente Betreuung durch geschultes Personal und die vorhandene Infrastruktur nach letztem Stand der Technik.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Das Forschungsobservatorium der ZAMG definiert sich inhaltlich durch folgende Schwerpunkte:

a) Die Erforschung der alpinen Meteorologie und der Wechselwirkung mittlerer Atmosphäre mit der Talatmosphäre. Dies war auch die erste inhaltliche Fragestellung bei der Errichtung des Observatoriums im Jahre 1886.

b) Die Erfassung des fern von Emissionsquellen vorhandenen Hintergrundes. Seit Mitte der 1980er wird die Forschungseinrichtung ausschließlich mit Strom versorgt und ist aufgrund der exponierten Lage frei von eigenen Emissionen. Dadurch werden seit gut 30 Jahren die unbeeinflussten Hintergrundkonzentrationen überwacht (Luftschadstoffe, Aerosole).

c) Die Dokumentation des Klimawandels. Direkt durch einzigartig lange Messreihen der Temperatur und Schneehöhen, die in Qualität und Länge in dieser Höhe weltweit einzigartig sind, und indirekt durch das Monitoring von Gletscher und Permafrost.

d) Langzeitmessreihen von physikalischen Größen wie Strahlung, UV und Ozonschichtdicke sowie von einzigartigen Projekten aus dem Bereich der Biologie.

e) Messtechnik: Dokumentation, Prüfung und Weiterentwicklung im Rahmen der internationalen Netzwerke.

Die Forschungseinrichtung ist Teil von elitären globalen Netzwerken wie GAW, BSRN, NDACC, GCW und LTER.

Dr. Elke Ludewig
ZAMG
+43 (0)662 626301 3630
elke.ludewig@zamg.ac.at
http://www.sonnblick.net
Nutzung wird individuell ausgemacht, siehe Kontakt.