Biomedizinische Analytik Massenspektrometer (Agilent 6400 Triple Quadrupole)

FH JOANNEUM Graz

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Großgerät

Kurzbeschreibung

Das Agilent 6400 Triple Quadrupole Mass Spectrometer ist Teil der Ausstattung des Labors für Metabolomik und wird vorwiegend zur simultanen Quantifizierung von diversen Biomarkern sowie sekundären Pflanzeninhaltsstoffen im hochsensitiven Arbeitsbereich eingesetzt.

Ansprechperson

FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Erwin Zinser

Research Services

Kooperationsmöglichkeiten bestehen sowohl im Umfeld der Biomarkerforschung als auch im Bereich der Methodenentwicklung zur gesicherten Identifikation und Quantifizierung von Analyten aus unterschiedlichem Probenmaterial. Die Anwendungsdomänen reichen von der Prozessoptimierung im Umfeld der Produktion von Pharmaprodukten (z.B. Strukturaufklärung von Nebenprodukten, Methodenvalidierung, Stabilitätstests) über die Identifikation und simultane Quantifizierung von Biomarkern des oxidativen Stress und niedermolekulare Hormone (z.B. Eikosanoide, oxidierte Fettsäurederivate, oxidierte Cholesterinderivate, Metabolite der Hormonachsen) bis zur simultanen Identifizierung und Quantifizierung von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen in Nahrungsmittelsupplementen im Themenbereich Nutrazeutika. Die analytischen Prozesse werden im Sinne der Fachdisziplin Metabolomik ganzheitlich von der Versuchsplanung über die Probenvorbereitung (z.B. Techniken der Festphasenextraktion) bis zur Messung (LC/MS, GC/MS) und Datenauswertung mittels multivariater Methoden abgebildet.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Der Forschungszweig Metabolomik definiert sich durch einen innovativen sowie ganzheitlichen Ansatz bezüglich der Analytik von Stoffwechselprodukten (Metabolite) eines Organismus, wobei durch die intelligente Auswertung der erhaltenen Analyseergebnisse mit Hilfe multivariater statistischer Verfahren auf den physiologischen Zustand des betrachteten Organismus geschlossen werden kann. Durch oxidativen Stress induzierte Veränderungen im Metabolimus sind grundlegende Beobachtungsmerkmale in den Forschungsbereichen Bewegung und Ernährung sowie im Umfeld der Ätiologie von diversen pathologischen Erscheinungsbildern, wie z.B. Tumorgenese, metabolische Störungen und neurodegenerativen Erkrankungen. Die Etablierung eines Portfolios von high-end Analyseverfahren für Biomarker des oxidativen Stresses bilden daher die Basis des gegenständlichen Forschungsvorhabens "Oxidativer Stress" am "Labor für Metabolomik – Graz".

Wesentliche Schwerpunkte des Projekts liegen also in der Methodenetablierung und Weiterentwicklung sowie deren Applikation auf diverse Fragestellungen seitens der Interessenshalter aus Wirtschaft und Forschung. Gezielt werden analytische Techniken für Biomarker des oxidativen Stresses etabliert und auch gängige Analyseverfahren zur Abdeckung von spezifischen Fragestellungen seitens der Wirtschaftspartner adaptiert und optimiert. Konkret werden innovative Analyseprotokolle kontinuierlich entwickelt, die eine sensitive und exakte Quantifizierung forschungsrelevanter Metabolite zulassen, wodurch konsequenterweise ein umfangreiches analytisches Portfolio für Partner aus Wirtschaft und Forschung aufgebaut wird. Als weiterer Forschungsbereich ist die Analyse und Strukturaufklärung von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen in Nahrungsmittelsupplementen und Naturstoffen definiert.

Als Werkzeuge werden chromatographische und massenspektrometrische Verfahren (GC/MS, LC/MS) sowie immunologische Techniken angewendet. Für die Planung von Experimenten werden statistische Verfahren (z.B. faktorielles Design) und zur Datenauswertung multivariate statistische Verfahren (PCA, PLS, HCA) eingesetzt.

Zuordnung zur Core Facility

Labor für Metabolomik

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Universitäre Institute
Private Forschungsinstitute
Hersteller und Anbieter von Nahrungsmittelergänzungsstoffen
Pharmaindustrie