Augenmodell

FH Technikum Wien

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Sonstige Forschungsinfrastruktur

Kurzbeschreibung

Zur Behandlung von Katarakt (grauer Star) werden Kunstlinsen, sogenannte Intraokularlinsen (IOL), in das menschliche Auge eingesetzt. Die Prüfung der optischen Eigenschaften von IOLs wird in der ISO 11979-2 beschrieben. Das Augenmodell dieser Forschungseinrichtung ermöglicht eine Prüfung von IOLs nach ISO 11979-2. Darüber hinaus kann mit dem Augenmodell charakterisiert werde, wie sich die Abbildungseigenschaft der IOLs in Gegenwart von postoperativen Fehlplatzierungen verhalten. Die Charakterisierung erfolgt sowohl in Form einer MTF (Modulation Transfer Function) als auch durch Zernike Koeffizienten; mit letzteren können einzelne Abbildungsfehler wie z.B. Astigmatismus oder Sphärische Aberration quantitativ erfasst werden. Im Gegensatz zur ISO-Augenmodell kann bei allen Messungen die Physiologie vom menschlichen Auge akkurat berücksichtigt werden. So werden asphärische Eigenschaften der Kornea, der Winkel zwischen optischer und visueller Achse, Dispersion sowie Größe und Position der Pupille entsprechend der Beschreibung von Liou und Brennan modelliert.
Die Einrichtung umfasst: modular konfigurierbare Augenmodelle, Wellenfrontsensor, hochauflösende Kameras zur MTF Messung, Testcharts, Infrastruktur zur Durchführung optischer Tests sowie Equipment zur Handhabung von IOLs.

Ansprechperson

DI Dr. Lukas Traxler

Research Services

Messtechnische Charakterisierung von Intraokularlinsen-IOL
die Forschungseinrichtung erlaubt die Charakterisierung von Abbildungsfehlern welche bei postoperativen Verkippungen und Verschiebungen der Linse im Auge enstehen. Bei bekannten IOL Designs ist darüber hinaus eine umfangreiche Charakterisierung in numerischen Simulationen möglich. Dabei können z.B. personalisierte Augenmodelle verwendet werden.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Methodisch werden in dieser Forschungseinrichtung die Intraokular-linsen im Wesentlichen mit zwei verschiedenen Messaufbauten durchgeführt: Im ersten Setup werden die Linsen in Anlehnung an die ISO 11979-2 mti einer MTF charakterisiert (Kontrast zu Auflösung). Im zweiten Setup wird die art der Abbildungsfehler mit einem Shack–Hartmann Wellenfrontsensor charakterisiert. Wie in der Kurzbeschreibung erwähnt besteht die besondere Expertise in der Charakterisierung unter physiologischen Randbedingungen.

DI Dr. Lukas Traxler
Life Science Engineering
+4313334077475
traxler@technikum-wien.at
https://www.technikum-wien.at
Wenden Sie sich bitte an die angeführten Kontaktpersonen.
HANUSCH-KRANKENHAUS - Abteilung für Augenkrankheiten
Stadt Wien MA 23 Pojekt LOALiS
Laser and Optics in Applied Life Sciences
Laufzeit: 2014 - 2019
Mitarbeiter: Natascha Bayer, Andreas Drauschke, Bernd Reutterer, Lukas Traxler
Projektpartner: Hanusch Krankenhaus Wien, Institute for optics and precision engineering - Fraunhofer IOF Jena, Deutschland
https://www.technikum-wien.at/forschung/forschungsschwerpunkte/ehealth
Lukas Traxler; "Testing the optical quality of intraocular lenses regarding postoperative tilt and decentration"; 2018; Dissertation Technische Universität Wien, Fakultät für Physik; http://katalog.ub.tuwien.ac.at/AC15192844

Lukas Traxler, Bernd Reutterer; "Comparison of Different Wavefront Measurement Setups to Judge the Position Tolerance of Intraocular Lenses in a Model Eye"; Proc. SPIE 10251, Biomedical Imaging and Sensing Conference 2017

Lukas Traxler, Natascha Bayer, Bernd Reutterer, Andreas Drauschke; "Improvement of Optics, Mechanics and the Usability of a Mechanical Eye Model for Vision Quality Evaluation of IOLs." IFAC-PapersOnLine, Volume 48, Issue 4, 2015, Pages 1-18, ISSN
2405-8963