Crystalline PV

Technische Universität Graz (TU Graz)

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Großgerät

Kurzbeschreibung

Das Gerät „Crystalline PV“ (PV = Particle Viewer) der Firma Technobis dient zur automatisierten Bestimmung von Löslichkeitskurven von Feststoffen. Das Messprinzip basiert auf der Trübung der Lösung bei verschiedenen Temperaturen. Dadurch kann festgestellt werden, bei welchen Bedingungen (Konzentration, Temperatur, Lösungsmittel, etc.) Feststoffe ausfallen (präzipitieren) bzw. kristallisieren bzw sich auflösen. Das Gerät bietet Platz für 8 Vials mit je 8 ml. Diese „Reaktoren“ können jeweils einzeln befüllt, programmiert und bedient werden und somit verschiedene Bedingungen in kürzester Zeit eingestellt werden. Neben der Bestimmung der Löslichkeitskurve ist auch die Ermittlung der metastabilen Zone möglich. Mit Hilfe der drei integrierten Kameras können gleichzeitig Daten zur Nukleation, Größe, Größenwachstum und Form der Partikel in Echtzeit und völlig automatisiert bestimmt werden. Weiters ist eine Kopplung zu Raman Spektroskopie möglich, womit auch chemische Informationen und die Polymorphie der Kristalle bestimmt werden können. Die mit dem Gerät ermittelten Daten sind eine wichtige Grundlage zur Entwicklung und Optimierung von Kristallisationsprozessen und werden auch zur Bestimmung von optimalen Prozessbedingungen für chemische Synthesen in kontinuierlichen (Mikro)Reaktoren verwendet.

Ansprechperson

Ass.Prof. DI Dr. Heidrun Gruber-Wölfler

Research Services

Messung von Löslichkeitskurven und metastabilen Zonen unter verschiedenen Bedingungen (Lösungsmittel, Konzentration, Temperatur, Rührergeschwindigkeit, etc.)
Analyse der Partikelgröße und -form, Nukleation und Partikelwachstum
Polymorphieanalyse

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Das Crystalline PV wird zur Optimierung und Entwicklung von kontinuierlichen Prozessen in der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen verwendet. Im Bereich der chemischen Synthese in (Mikro)Reaktoren werden durch die Bildgebung in Echtzeit Bedingungen analysiert, um Partikelbildung zu vermeiden, da diese zu einer Blockierung (Mikro)Reaktoren führen würden. Im Bereich der kontinuierlichen Kristallisation werden die Parameter ermittelt, um Kristalle mit der gewünschten Partikelform, -größe und Polymorphie herzustellen.

Ass.Prof. DI Dr. Heidrun Gruber-Wölfler
TU Graz, Institut f. Prozess-und Partikeltechnik
0043 316 873 30406
woelfler@tugraz.at
https://ippt.tugraz.at/
Auf Anfrage
Forschungsgruppe Prof. C. Oliver Kappe, Institut für Chemie, Karl-Franzens-Universität Graz, Heinrichstrasse 28, 8010 Graz, Austria, http://goflow.at
Projekt "INFRA FLOW", Zukunftsfonds Steiermark - Förderzusage PN 9003