In‐line Infrarot Reaktionsmonitoring

Universität Graz

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Großgerät

Kurzbeschreibung

Direktes in-line Reaktionsmonitoring durch IR-Spektroskopie an der beschriebenen Ehrfeld Durchflusschemieplattform wird durch Verwendung eines Mettler-Toledo ReactIR Sensorsystems durchgeführt. FTIR Spektroskopie stellt eine zerstörungsfreie, substratspezifische analytische Methode dar, die in durchflusschemische Prozesse integriert werden kann, wenn entweder eine geeignete Durchflusszelle verwendet wird, oder, so wie es in unserem Fall vorgesehen ist, FTIR-Sensoren zum Einsatz kommen, die in den kontinuierlichen Prozess integriert sind. Dies ermöglicht detaillierte Informationen über den Reaktionsfortschritt, wodurch Reaktionen präzise kontrolliert und optimiert werden können, da Reaktantenverbrauch und Produktbildung in Echtzeit verfolgt werden können. Zusätzlich können kurzlebige Zwischenprodukte in-situ erfasst werden, was weitere mechanistische Einblicke in die chemischen Transformationen gewährt. Die gemessene Absorption kann hier mit der Konzentration in Korrelation gebracht werden, was nicht nur die qualitative, sondern auch die quantitative Bestimmung der Verbindungen zulässt, und somit die Ermittlung der Reaktionskinetik ermöglicht. Sensoren können unter hohen Druck- und Temperaturbedingungen betrieben werden.

Ansprechperson

Prof. C. Oliver Kappe

Research Services

Forschungs und Entwicklungsarbeit im Bereich der kontinuierlichen Synthese, insbesondere im Bereich pharmazeutischer Wirkstoffe.

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Die kontinuierliche Synthese bzw. Prozessführung entwickelt sich international zur Methode der Wahl für die effiziente und sichere Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe. Basierend auf den an Universität Graz und der Technischen Universität Graz laufenden Aktivitäten CC FLOW (FFG COMET K-Projekt) und RCPE (FFG COMET K1-Zentrum) ist am Standort Graz nun ein einzigartiges Zentrum für Durchflusschemie und Prozesskontrolle errichtet werden. Dazu wurde eine modulare Durchflusschemieplattform eingerichtet und mit dazugehörender Top-Analytik integriert. Die damit entstehenden einzigartigen Möglichkeiten zur Durchführung kontinuierlicher Verfahren werden einerseits der steirischen Forschungslandschaft einen ansonsten nicht erreichbaren Innovations- und Sichtbarkeitsschub geben, und andererseits innovativen steirischen Betrieben die Etablierung konkurrenzfähiger kontinuierlicher Prozesse ermöglichen.

Prof. C. Oliver Kappe
Institute für Chemie, Universität Graz
+43 316 3805352
oliver.kappe@uni-graz.at
http://goflow.at
Bezüglich der INFRA FLOW F&E-Infrastruktur wird der Vorzug jenen Projekten zur Nutzung der Geräte gegeben, die entweder direkt mit den gemeinsam mit unseren Partnern durchgeführten F&E-Aktivitäten im K-Projekt CC FLOW verbunden sind (http://ccflow.at), oder mit diesen wissenschaftlich verwandt sind. Dies ist eine Konsequenz der langfristigen Vision, Kooperationen zwischen Universitäten und Industrie auf dem Gebiet der der kontinuierlichen API-Produktion in Graz weiter vorabzutreiben und zu pflegen. Die Festlegung der Prioritäten unter diesen Aktivitäten wird vom Projektleiter Prof. C. O. Kappe vorgenommen.
Technische Universität Graz
Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH (RCPE)
Center for Continuous Flow Synthesis and Processing (CCFLOW): http://goflow.at