Mikro-Computertomograph Yxlon FF35 CT

Naturhistorisches Museum Wien

Wien | Website

Großgerät

Kurzbeschreibung

Kernstück des NHM 3D-Labor, einem Teil der Zentralen Forschungslaboratorien des NHM, ist ein modernes Hochleistungs-Mikro-CT der Firma Yxlon. Es handelt sich um ein Yxlon FF35 CT, welches mit einem hochempfindlichen, großflächigen Flachbilddetektor und einer Doppelröhrenkonfiguration (Mikrofokus-Direktstrahlröhre [bis 225 kV bzw. 280 W am Target] und Nanofokus-Transmissionsröntgenröhre [bis 190 kV bzw. 15 W am Target]) ausgestattet ist. Die Doppelröhrenkonfiguration macht das System äußerst vielseitig und ermöglicht die Analyse einer Vielzahl von Materialien, sowie die Optimierung der Scaneinstellungen für Objekte mit niedriger oder hoher Dichte. Das geräumige System bietet die Möglichkeit Proben mit einem Durchmesser von bis zu 50 cm und einer Höhe von 60 cm zu scannen und entspricht modernen Industrie- und Sicherheitsstandards. Es bietet u.a. eine klimatisierte Probenkammer und einen Kollisionsschutz, um sowohl die Proben als auch das Instrument zu schützen. Das Mikro-CT und die dazugehörige Infrastruktur erlauben die zerstörungsfreie Analyse von Objekten, einschließlich Museumsobjekten und Forschungsproben wie biologischem Material, archäologischen Artefakten, Gesteinsproben und vielem mehr.

Neben dem Mikro-CT stehen im NHM 3D-Labor zwei 3D-Drucker (Raise 3D Pro2 Plus, Elegoo Mars Pro) und zwei 3D-Scanner (Artec Space Spider, Artec Leo, letzterer ab Jan. 2021) zu Verfügung. Durch die 3D-Scanner ist die Erfassung der äußeren 3D-Morphologie und des optischen Erscheinungsbildes der gescannten Objekte möglich, welches eine ideale Ergänzung zu den Mikro-CT-Daten darstellt und mit diesen kombiniert werden kann. Die 3D-Drucker können die digitalen Daten als physische Objekte bis zu einer Größe von 30x30x60 cm (Filament-Drucker, FDM-Verfahren), sowie bis zu einer Auflösung von 50 µm (Kunstharz-Drucker, LCD-DLP-Verfahren) ausgedruckt werden, wofür vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Ausstellungs- und Vermittlungsbereich, aber auch bei der Präparation bestehen.

Infrastruktur gefördert durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft – FFG (im Rahmen der F&E-Infrastrukturförderung, 2. Ausschreibung, 2018, Projekt 870530 „Unlocking the Microcosm – Micro-CT Analyses in Museum Collections“).

Ansprechperson

Dr. Wencke Wegner (Operator für Mikroanalytik)

Research Services

Zerstörungsfreie, hochauflösende Computertomographie (abhängig von der Objektgröße bis 1 µm Voxelgröße) von biowissenschaftlichen und erdwissenschaftlichen Proben, aber auch archäologischen und kulturhistorischen Artefakten; Vorbereitung von 3D-Modellen für Visualisierungen für wissenschaftliche Arbeiten und Wissensvermittlung, sowie Erstellung von 3D-Daten für den 3D-Druck

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Hochauflösende Scans unterschiedlicher Materialien, vor allem aus den Bio-, Erd- und Humanwissenschaften; Individuell abgestimmte Probenvorbereitung und Scan-Parameter für Forschungs- und Museumsmaterialien

Zuordnung zur Core Facility

Zentrale Forschungslaboratorien

Dr. Wencke Wegner (Operator für Mikroanalytik)
Zentrale Forschungslaboratorien
+43 1 52177-630
wencke.wegner@nhm-wien.ac.at
https://www.nhm-wien.ac.at/wencke_wegner

Dr. Andreas Kroh (Projektleiter Mikro-CT)
Geologisch-Paläontologische Abteilung
+43 1 52177-576
andreas.kroh@nhm-wien.ac.at
https://www.nhm-wien.ac.at/andreas_kroh
Nutzung durch Externe und Auftragsscans nach Rücksprache mit den zuständigen Kontaktpersonen möglich (kostenpflichtig; Details auf https://www.nhm-wien.ac.at). Wissenschaftliche Kooperationen im Rahmen von drittmittel-geförderten Projekten möglich.