Surface Plasmon Resonance Spectrometer Biacore T200

Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)

Wien

Großgerät

Kurzbeschreibung

Das Biacore T200 System ermöglicht Oberflächenplasmonenresonanzspektroskopie (engl. Surface Plasmon Resonance Spectroscopy, SPR) zur markierungsfreien Messung von biomolekularen Interaktionen in Echtzeit, beispielsweise Protein-Protein, Protein-DNA, Protein-Polysaccharide, Enzyme-Substrate/Inhibitor, Antikörper-Antigen oder Protein-Virus Interaktionen. Die extrem hohe Sensitivität erlaubt die Detektion der Bindung von kleinen (organischen) Molekülen an unterschiedliche Biomoleküle. Der Bereich der messbaren Affinitäten liegt zwischen ca. 10 fM und 1 mM. Neben der Bestimmungen der Assoziations- und Dissoziationsraten liefern temperaturabhängige Messungen (4-45°C) thermodynamische Informationen über die biomolekulare Interaktion. Das Biacore T200 System bietet einen Autosampler und eine Kapazität von bis zu 384 Proben und erlaubt damit unbeaufsichtigte Messungen.

Ansprechperson

Irene Schaffner

Research Services

Bitte um Kontaktaufnahme per email unter bmca@boku.ac.at

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Bei der Oberflächenplasmonenresonanz (SPR, Surface Plasmon Resonance) handelt es sich um einen optischen Detektionsprozess, der auftritt, wenn polarisiertes Licht auf ein Prisma fällt, das mit einer dünnen Metallschicht (z. B. Gold) beschichtet ist. Unter bestimmten Bedingungen (wie Wellenlänge, Polarisation und Einfallswinkel) werden die Photonen des einfallenden Lichts von freien Elektronen absorbiert und in Oberflächenwellen umgewandelt. Dies führt zu einem Abfall der Intensität des reflektierten Lichts. Das Intensitätsspektrum weist bei dem Winkel, bei welchem dies geschieht, ein Minimum auf. Wenn es zur Bindung von Analyten an der Metalloberfläche kommt, ändert sich der Brechungsindex des Metallfilms, was eine Verschiebung der Resonanzkurve zur Folge hat.
Das Biacore T200 System verbindet SPR mit Sensorchip Technologie, um die Interaktion von Biomolekülen live zu verfolgen. Hierzu wird einer der Bindungspartner (= Ligand) auf der Oberfläche des Sensors immobilisiert, während der andere (= Analyt) sich in Lösung befindet. Kommt es zu einer Anlagerung an der Sensoroberfläche, wird ein Signal generiert, welches sich proportional zur Masse der gebundenen Moleküle verhält. Da es eine markierungsfreie Methode ist erlaubt es die Analyse von Biomolekülen in deren nativen Zustand. Die bestimmbaren Parameter reichen von Dissoziationskonstante KD (Maß für die Affinität) über die Ratenkonstanten kon und koff bis hin zu den thermodynamischen Größen der Bindung (Enthalpie und Entropie).

Zuordnung zur Core Facility

Biomolecular & Cellular Analysis (BmCA)

Irene Schaffner
Biomolecular & Cellular Analysis
+43 1 47654 77231
bmca@boku.ac.at
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