Zetasizer Nano ZSP (Malvern Panalytical)

Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)

Wien | Website

Großgerät

Kurzbeschreibung

Der Zetasizer Nano ZSP wird zur Messung der Größe und der elektrophoretischen Mobilität sowie des Zetapotenzials von Biomolekülen und Nanopartikeln und optional zur Messung der Mikrorheologie von Protein- und Polymerlösungen eingesetzt. Zusätzlich ermöglicht er die Messung des Molekulargewichts und des zweiten Virialkoeffizienten (A2) von Makromolekülen und des DLS-Wechselwirkungsparameter (kD). Die Technik eignet sich besonders zur Charakterisierung von Proteinen und Nanopartikeln, bei welchen höchste Sensitivität für die Messung von Größe und Zetapotenzial benötigt wird.
Das Gerät ist weiters mit einem Autotitrator (pH-kontrolliert) ausgestattet, der die Titration von Proben und deren automatische Vermessung erlaubt.

Ansprechperson

Irene Schaffner

Research Services

Messung der Größe und der elektrophoretischen Mobilität sowie des Zetapotenzials von Biomolekülen und Nanopartikeln und optional zur Messung der Mikrorheologie von Protein- und Polymerlösungen
Messung des Molekulargewichts und des zweiten Virialkoeffizienten (A2) von Makromolekülen und des DLS-Wechselwirkungsparameter (kD)

Methoden & Expertise zur Forschungsinfrastruktur

Die dynamische Lichtstreuung wird zur Messung der Partikel- und Molekülgröße verwendet. Der hydrodynamische Durchmesser wird dabei durch die optische Detektion der Brown‘schen Molekularbewegung von kleinen Partikeln und Molekülen in Lösung gemessen. Diese thermische Bewegung führt zu einer größenabhängigen Diffusion, wobei kleinere Partikel schneller diffundieren. Die Größe wird mit Hilfe der Stokes-Einstein-Beziehung ermittelt, wodurch in weiterer Folge kD, der DLS-Wechselwirkungsparameter berechnet werden kann.
Die Ladung bzw. das Zetapotenzial von Partikeln und Molekülen wird durch Messen ihrer Geschwindigkeit in einem elektrischen Feld bestimmt (Elektrophorese). Partikel und Moleküle, die ein Zetapotenzial zeigen, bewegen sich beim Anlegen eines elektrischen Felds zu einer Elektrode. Die Bewegungsgeschwindigkeit ist dabei proportional zu Feldstärke und Zetapotenzial. Die Geschwindigkeit wird bei bekannter Feldstärke mithilfe einer patentierten interferometrischen Lasertechnik namens M3-PALS (PALS, Phase Analysis Light Scattering, Phasenanalyse der Lichtstreuung) gemessen. Durch Berechnung der elektrophoretischen Mobilität kann das Zetapotential und die Zetapotentialverteilung abgeleitet werden.
Der Zetasizer Nano ZSP ermöglicht zudem die Messung des Molekulargewichts von Proteinen und Polymeren durch Anwendung der statischen Lichtstreuung. Durch Messung der Streuintensität mehrerer Proben mit bekannten Konzentrationen wird das durchschnittliche Molekulargewicht sowie der zweite Virialkoeffizient A2 berechnet.

Zuordnung zur Core Facility

Biomolecular & Cellular Analysis (BmCA)

Irene Schaffner
CF für Biomolecular & Cellular Analysis
+43 (1) 47654 77231
irene.schaffner@boku.ac.at
Eine Nutzung der verschiedenen Geräte ist, bei gegebener Ausbildung der Nutzer und nach erfolgter Einschulung, in Absprache mit den Geräteverantwortlichen gegen eine bench fee möglich.